Regelmäßig stolpere ich im Internet über angebliche Studien, die belegen sollen, wie gering der Einfluss von politischen Aktivitäten in den Sozialen Medien ist. Der Tenor ist oft: Social Media in der Politik bringt nichts! Die Menschen wollen bei Facebook und Instargam lieber Katzenvideos statt Politik!

Das Problem ist, dass in solchen angeblichen Studien oft die Fragestellung völlig falsch gedacht wird. Wenn ich also Nutzer frage, ob sie im Internet Lust auf Poliitk haben, wird ihre Antwort heute sicher „nein“ lauten! Und wenn ich mir anschaue, ob sich Menschen von der oft sehr herkömmlichen politischen Kommunikation im Internet beeinflussen lassen, wird die Antwort sicher auch „nein“ lauten.

Lasst uns an diese Situation kurz anders herangehen – und zwar mit diesen beiden Fragen:

  • Wie müssen wir Politik gestalten und kommunizieren, damit Menschen diese Inhalte im Internet gerne konsumieren möchten?
  • Wie müssen wir politische Kommunikation konzipieren, damit eine Wirkung erzielt?

Die Möglichkeiten und das Potenzial des Internets und von Social Media bestreitet im kommerziellen Rahmen niemand. Wir müssen jetzt also nach Konzepten suchen, dies auch für die Politik zu erschließen. Und die Erfahrung zeigt: Sobald ein Politiker die Mechanismen des Social Web – noch ein anderer Begriff für Social Media – ernst nimmt, sich auf einen echten Dialog einlässt und die Einbahnstraßen-Kommunikation beendet, sind die Auswirkungen massiv! Also ja, Social Media kann auch für die Politik etwas bringen!

Also, klicken Sie sich durch die Sozialen Medien, Sie können als Beobachter nichts falsch machen. Seien Sie immer menschlich und nahbar, wenn Sie selbst  Inhalte publizieren. Teilen Sie Ihre spontane Freude!

Kaum etwas hat beispielsweise die deutsche Kanzlerin Angela Merkel in sozialen Netzwerken – und dann auch in nationalen Medien wie SPIEGEL-Online so beliebt gemacht, wie dieser Schnappschuss vom Besuch eines Vogelparks 2012

https://www.spiegel.de/politik/deutschland/bild-828150-340543.html