Der Aufbau eines Unterstützungskomitees ist ein traditionelles Wahlkampf-Instrument, welches sich besonders gut für den Online-Wahlkampf eignet. Dabei geht es darum, dass sich Personen öffentlich zu einer Kandidatur bekennen. Die Mitglieder des Unterstützungskomitees werden in der Regel in tabellarischer Form auf der eigenen Webseite aufgelistet. Versuchen Sie einen bunten Mix an unterschiedlichen Personen als Unterstützer zu gewinnen, im Idealfall sollten Sie ein überparteiliches Komitee aufbauen. Beim Aufbau eines Unterstützungskomitees geht es um Quantität, weniger um Qualität. Finden Sie möglichst viele Unterstützer, der Bekanntheitsgrad der einzelnen Personen spielt in diesem Fall eine untergeordnete Rolle. Natürlich kann es nicht schaden, die eine oder andere bekannte Person im Unterstützungskomitee zu haben. Im Gegensatz zu den Testimonials spielt der Bekanntheitsgrad aber eine geringfügigere Rolle.

Ein Unterstützungskomitee kann mit modernen Wahlkampfwebseiten in der Regel sehr schnell und kostengünstig aufgebaut werden. Bei der Anmeldung für das Komitee sollten Sie unbedingt auch nach Kontaktdaten wie Mobiltelefonnummer und E-Mail-Adresse fragen. Nur wenige Personen werden dadurch abgeschreckt, die Kontaktdaten können im späteren Verlauf des Wahlkampfs noch sehr nützlich werden.

Personen, welche sich im Unterstützungskomitee eintragen, bekennen sich öffentlich zum Kandidaten. Darüber hinaus sind diese Personen meist auch bereit, den Wahlkampf aktiv oder mit einer Spende zu unterstützen. Falls Sie Personen für Flyerverteilaktionen oder einen Massenbriefversand rekrutieren müssen, sollten Sie immer auch an diese Personen denken.

Richten Sie beispielsweise einen Mailverteiler oder eine Whatsapp-Gruppe für die Mitglieder des Unterstützungskomitees ein. Über diese Kanäle rekrutieren Sie Personen für Standaktionen oder fragen, ob jemand bei der nächsten Veranstaltung beim Aufbauen und Abräumen mithelfen will. Gehen Sie immer davon aus, dass die Mitglieder Ihren Wahlkampf gerne in der einen oder anderen Art unterstützen möchten. Geben Sie darum den Mitgliedern auch die Chance dazu, sich im Wahlkampf engagieren zu können.

Bilden Sie den Grundstamm des Komittees aus Ihren Unterstützern und Freunden, und stellen Sie dies  u.a. auf Ihrer Website vor. Auch hier (wie bei Testimonials) ist es ratsam, sich auf Personen zu konzentrieren, die öffentliche Annerkennung genießen. Aber auch gute Freunde sind eine willkommene Addition für Ihre Glaubwürdigkeit.

Sprechen Sie unterschiedliche Gruppen Ihrer Bekannten an:

  • Freunde /Bekannte
  • politische Mitstreiter, die nicht selbst kandidieren
  • geschäftliche Kontakte, die Sie unterstützen könnten
  • alle Büger (nur über Ihre Homepage und am Fuße von Wahlkampf-Flyern)

Wenn diese Basis an Unterstützern steht, geht es um eine möglichst große Anzahl von Namen in Ihrer Unterstützerliste. In den letzten Schweizer Wahlen war zu beobachten, dass Kandidaten öffentlich für den Beitritt in ihr Unterstützungskomittee warben, mit einigen Klicks auf der Homepage konnte man sich hier eintragen, ohne gleichzeitig zur Spende oder zu weiteren Aktionen gebeten zu werden. So kamen in einigen Fällen Komittees von mehreren hundert Personen zusammen. Diese Art von einfachem Eintrag besitzt eine niedrige Eintrittsschwelle, daher funktioniert sie gut. Es ist darüber hinaus eine gute Methode, um Adressen von Fans und Unterstützern zu sammeln, die Sie später für Newsletter und andere Ansprachen nutzen können.

Wenn Sie also eine derartige Möglichkeit auf Ihrer Website zur Verfügung stellen, dann lassen Sie nicht nur eine möglichst einfach gehaltene Kontaktmaske mit Eintrage-Möglichkeit einrichten, sondern fragen Sie auch direkt mit Hilfe eines zu setzenden Häckchens nach, ob die Adressdaten auch zur Beschickung des Interessenten mit Wahlkampfmaterial verwendet werden dürfen. Falls hier ein Haken gesetzt wird, lassen Sie Ihr Team dies sofort umsetzen und dem Interessenten Material zuschicken. Fragen Sie nicht zu viele Daten ab, viele Leute schrecken schon davor zurück, wenn mehr Angaben als nur die Emailadresse und der Wohnort abgefragt werden.

Darüber hinaus bringt diese Art der Listeneintragung Ihnen unter Umständen gute Klickzahlen für Ihre Website ein.

Dieses Material sollte anders zusammengestellt sein als andere Aussendungen. Legen Sie einen Spendenaufruf, ein Begleitschreiben und Veranstaltungsankündigungen bei, sodass die Person weiß, wie sie sich engangieren kann.

Sie können Ihre Unterstützer auch noch einmal dazu auffordern, für Sie ein Testimonial einzuschicken, wie beispielsweise am Ende dieser Seite: https://www.karin-weigelt.ch/testimonials/

In kleiner Anzahl sollten Sie denjenigen, die Sie besonders gern in Ihrem Unterstützungskomittee hätten, auch handschriftliche Briefe mit der Bitte um Unterstützung zukommen lassen.

Als Anhang finden Sie ein Beispiel für einen Brief, der zum Beitritt in ein Unterstützerkomittee aufruft. Der Kandidat verbindet seine Anfrage klug mit einer Einladung zu einem “Kick-Off”-Apero.